Alpenverein Sektion Markt Schwaben

Jungmannschafts Skithochtour Feuerstein 3268 m

Endlich mal ein Wochenende mit gutem Wetter und einer mäßigen Lawinenwarnstufe. Aufgrund des bisher recht mageren Winters wollten wir etwas höher hinaus und setzten uns als Ziel den 3268 Meter hohen Feuerstein in den Stubaier Alpen. Die berühmten Nachbarn Freiger und Pfaff wollten wir gezielt auslassen, da sie über einen Lift relativ schnell zu erreichen sind und dementsprechend hoch frequentiert sind. Selbiges galt für die Sulzenauer Hütte, die als Basis für diese beiden Berge dient. Also wählten wir als Basis den kleinen Winterraum der Nürnberger Hütte.

Am Samstag standen Marina und Ich gemütlich auf und sammelten zuerst den Flo in Marktschwaben und nach ein paar Staus und Autobahnkilometern den Brownie in Innsbruck ein, von wo wir weiter ins Stubaital (Neustift) fuhren. Am Parkplatz trafen wir ein paar Tourengeher die von einigen Leuten auf dem Winterraum erzählten. Offiziell haben dort lediglich 8 Leute Platz, was an einem Schönwetterwochenende nicht viel sein dürfte.

Wir erreichten die Hütte kurz vor Sonnenuntergang und beim öffnen der Tür quoll uns bereits die Ausrüstung von 6 Leuten entgegen. Also lagerten alles was man nicht braucht lieber draußen, insbesondere, da hinter uns nochmals zwei Leute am Aufsteigen waren. Nach ein paar Maßnahmen, wie Schichtkochen und 2-3 fach Belegung der Betten, fanden dann aber doch alle 12 Leute relativ gut Platz im Winterraum. Aufgrund der hohen Personendichte zog sich in der Früh das Aufbrechen etwas in die Länge, was uns aber nicht so sehr störte.

Auch die Gäste des Winterraums hatten alle den Freiger als Ziel weshalb wir im Aufstieg zum Feuerstein allein waren. Erst nach einer geraumen Zeit am Gipfel tröpfelte einer weitere 4er Gruppe ein. Der Zustieg zum Feuerstein selbst, führt von der Nürnberger Hütte zuerst in nördlicher Richtung entlang des Sommerweges. Auf ca. 2230 Meter fährt oder geht man westlich ins Tal ab. Spätestens hier trifft man in der Regel auf eine Skispur in nördlicher Richtung zum Grübelferner. Die Spur macht einen weiten Bogen nach Westen und führt fast direkt auf den Gletscherbruch zu. Man umgeht den Bruch an der äußersten linken Seite (hier legt man Seil und Gurt an) und quert, dann den Gletscher komplett bis zum Nord-Ostgrat des Östlichen Feuersteins. Diesen unschwierig entlang und man ist schon da.

Die Abfahrt über den Gletscher führten wir einzeln und ohne Seil durch, da wir beim Aufstieg keinerlei Spalten entdecken konnten. Die weiteren Abfahrtsmeter waren von durchschnittlicher Qualität, doch in tieferen Lagen waren die Verhältnisse etwas besser.

PS: Eine Beschreibung des Wetters erübrigt sich mit einem Verweis auf die Bilder 😉

  1. Brownie Antworten

    Schöne Bilder, danke Andi!

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